Inzwischen war ich nun zum vierten Mal bei der Weinmesse dabei, doch dieses Mal fühlte sich alles irgendwie anders an.
Nicht nur, dass meine Begleitung gefehlt hat, sondern auch der Jahrgang hat nicht wirklich zu meinem Geschmack gepasst. Viele Weine hatten für mich kaum Fruchtaromen und wirkten insgesamt sehr kühl. Manchmal war ich mir auch nicht sicher, ob ich den richtigen Wein bekommen hatte. Am Ende blieb nur sehr wenig übrig, von dem ich dachte: „Ja, das kann ich zu Hause genießen.“
Es gab allerdings auch eine Überraschung: ein Sauvignon Blanc vom Weingut Bretz, der nach der Ernte drei Tage auf Trockeneis lag und dadurch zwischen Muskateller und Sauvignon Blanc schwankt.
Ein weiteres Weingut, das ich besucht habe, war Schreiberlay von der Lahn. Die jungen Winzer dort haben große Pläne für die kommenden Jahre, und ich schätze die motivierten Talente, die etwas verändern wollen. Der präsentierte Jahrgang stammte jedoch noch vom Vorgänger, sodass es dort im nächsten Jahr sicherlich spannender wird.
Vielleicht lag es am Jahrgang, der je nach Qualität recht unterschiedlich war, oder mein Geschmack hat sich im letzten Jahr stark verändert.
Am Ende habe ich eine Flasche 2023 – MAXIMINER KLOSTERLAY Riesling Auslese „Pfarrwingert“ vom Weingut Lorenz mitgenommen. Dort hat einfach vieles gepasst, und von den süßen Weinen haben wir ohnehin nur wenig im Haus.
Um den Schock zu verdauen, habe ich mir erstmal eine Runde Sekt vom Sekthaus Krack bestellt. Mit Sekt mache ich selten etwas falsch, auch auf der Weinmesse, wo es leider viel zu wenig Auswahl gab. Der Champagner war allerdings wirklich gut.
Ich bin gespannt, was das nächste Jahr so bringen wird.
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