Autor: Maximilian Fischer

  • Es sind mittlerweile fast vier Wochen vergangen seit unserem Besuch im Etz, einem renommierten Zwei-Sterne-Restaurant in Nürnberg, das vor allem für seine Nutzung der Fermentation bekannt ist. In diesem Artikel möchte ich von unserer Erfahrung berichten.

    Wie kam es dazu?

    Das Etz war nicht direkt auf unserem Radar. Wir waren zwar schon einmal in einem Sternerestaurant essen, aber es gehört nicht zu unseren regelmäßigen Tätigkeiten.

    Unsere Freunde wussten jedoch, dass wir gutes Essen lieben, und so erhielten wir zur Hochzeit einen Gutschein für das Etz. Nachdem wir uns über das Restaurant und seine sieben Jahreszeiten informiert hatten, war für uns klar, welche Jahreszeit uns am meisten interessieren würde: der Januar.

    Der Januar steht für Ruhe und Reife und somit lag der Fokus klar auf der Fermentation, die definitiv eine der größten Stärken des Etz ist.

    Ein kulinarisches Versteckspiel

    Also brachen wir im Januar für ein Wochenende nach Nürnberg auf und waren bereits einen Tag früher in der Stadt. Abends erhielten wir einen Anruf vom Etz, um nochmal alle Wünsche und möglichen Probleme zu besprechen. Ein Service, den ich von keinem anderen Restaurant kenne.

    Das Menü begann um 18 Uhr am Freitag. Wir machten uns etwas früher auf den Weg. Ich war überrascht, in welcher Gegend sich das Etz befand. Alles wirkte sehr nach Wohngegend und von außen hätte ich nicht erkannt, dass sich dort ein solches Restaurant befindet.

    Der Eingang befindet sich auch nicht direkt an der Straße, sondern auf einem Hinterhof, zu dem wir uns dann auch aufmachten.

    Hinter den Kulissen

    Der Abend begann nicht direkt mit dem Essen am Tisch, sondern wir wurden erst einmal in die Küche und das Lager eingeladen. Zum Aufwärmen gab es einen Tee und wir wurden sehr herzlich begrüßt.

    Nach und nach trafen auch die anderen Gäste ein. Ich schätze, am Ende waren es um die 30 Personen.

    Als alle versorgt waren, wurde uns die größte Grundlage des Etz erklärt: die Fermentation. Wir konnten im Lager verschiedene fermentierte Lebensmittel begutachten und es wurde viel erklärt. Es wurde auch gezeigt, mit welch ungewöhnlichen Lebensmitteln sie die Fermentation ausprobierten, wie zum Beispiel fermentierte Waygu-Innereien, was für mich schon sehr speziell klingt.

    Nach etwa einer halben Stunde bewegte sich die Gruppe langsam in das eigentliche Restaurant. Die Jacken wurden abgenommen und wir wurden zu unserem Platz gebracht.

    Das ganze Restaurant wirkte sehr schlicht, aber der gesamte Raum war von jedem Platz aus gut einsehbar und vor allem die Köche konnten sich nicht verstecken.

    Ein außergewöhnliches Menü mit alkoholfreier Begleitung und etwas Champagner

    Zum Start gab es einen Aperitif, für mich einen Champagner. Das war auch fast der einzige Alkohol, den ich an diesem Abend trank.

    Für das Menü gab es zwar auch eine alkoholische Begleitung, aber die alkoholfreie Variante klang so spannend mit all den fermentierten Produkten, dass meine Wahl dort relativ leicht fiel.

    Kurz nach dem Aperitif begannen auch schon die Gänge und ab jetzt lasse ich lieber Bilder sprechen als Worte.

    Zum Essen kann ich nur sagen: verdammt gut. Natürlich hat nicht jedes Gericht meinen persönlichen Geschmack zu 100 % getroffen, aber das ist normal. Am Ende hat jeder seine Vorlieben. Aber das Essen war etwas ganz Besonderes und ich möchte die Erinnerung nicht missen.

    Abschied mit Schwarzer Johannisbeere

    Gegen kurz nach 22 Uhr wurde der letzte Gang serviert. In der Mitte des Raumes wurden viele Schnäpse aufbereitet, darunter auch viel Obstler, was mich beim Etz nicht überraschte.

    Ich entschied mich für eine schwarze Johannisbeere von Hass, weil es etwas ganz Besonderes sein sollte. Das kann ich auch bestätigen. Obstler ist nicht mein Lieblingsgetränk, aber die Intensität des Geruchs und des Geschmacks war einzigartig.

    Als die Absacker geleert waren, bezahlten wir und machten uns satt und glücklich auf den Weg zurück ins Hotel, nach fünf wunderschönen und leckeren Stunden im Etz.

    In familiärer Atmosphäre auf höchstem Niveau

    Besonders gefiel mir die familiäre Art im Etz. Der ganze Abend wirkte eher wie ein extrem gutes Essen bei Freunden. Die Stimmung war locker und man konnte auch gut mit den Mitarbeitern plaudern, wenn es die Zeit erlaubte.

    Aber man merkte auch, wie gut das Team zusammenarbeitete, und teilweise arbeiteten sie mit vielen Leuten an den Gängen, die im Mittelpunkt des Raumes zubereitet wurden. Es wirkte schon surreal, wie reibungslos alles ablief.

    Ein unvergessliches Erlebnis

    Für uns ist klar, dass ein Besuch im Etz nichts Alltägliches ist. Der Preis für ein Essen mit allen Begleitungen für zwei Personen entspricht etwa dem einer Ferienwohnung für eine Woche.

    Aber ich möchte dieses Erlebnis nicht missen. Genau das ist für mich ein Besuch in einem Sternerestaurant: kein einfaches Essen, sondern ein Erlebnis, das ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

    Und genau das hat das Etz geschafft. Die herzliche familiäre Art, das grandiose Essen und die außergewöhnliche alkoholfreie Begleitung waren ein herausragendes Erlebnis, für das jeder Euro am Ende lohnenswert war.

    Fermentation. Probiert es.

    Wer also erfahren möchte, wie gut Fermentation für verschiedene Produkte genutzt werden kann, dem kann ich einen Besuch im Etz nur von Herzen empfehlen.

    Für diejenigen, für die ein Besuch im Etz finanziell nicht möglich ist, empfehle ich, verschiedene fermentierte Produkte zu probieren, da sie auch sehr gesund sind. Viele kennen vielleicht Sauerkraut, aber es lohnt sich, auch Lebensmittel wie Kimchi, Kombucha, Kefir oder Miso zu probieren, um zumindest ein kleines Gefühl für das Etz zu bekommen.

    Mal schauen, wann ich das nächste Mal über einen Restaurantbesuch berichte. Aber das Etz wird definitiv einen bleibenden positiven Eindruck bei mir hinterlassen.


  • In diesem Blogartikel möchte ich dir einen persönlichen Einblick in meine Reise der persönlichen Entwicklung seit 2015 geben. Es war eine Reise voller Herausforderungen, Erkenntnisse und wertvoller Selbsterkenntnisse, die mein Leben auf unglaubliche Weise transformiert hat.

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  • Ich hatte bisher keine Erfahrungen mit italienischem Schaumwein, daher war es an der Zeit, auf diesem Gebiet etwas Neues auszuprobieren. Meine Wahl fiel auf den Rimosso von Cantina della Volta.

    Geschichte der Cantina della Volta

    Christian Bellei ist ein hoch motivierter Italiener, der das Image eines am Boden befindlichen Weins wieder aufbauen wollte. Nach seiner Ausbildung in der Champagne kehrte er in den väterlichen Betrieb zurück und krempelte diesen mit finanzieller Unterstützung von drei Freunden komplett um. Unter dem Namen Cantina della Volta produziert Bellei Schaumweine aus der Rebsorte Lambrusco auf Kalkmergelböden, ähnlich wie sie auch in der Champagne zu finden sind.

    Herstellung des Rimosso

    Die Rotwein-Trauben der Sorte Lambrusco werden im Lambrusco di Sorbara DOC-Gebiet in der ersten Oktoberwoche geerntet. Die Weingärten befinden sich auf Kalkmergelböden in den Schwemmlandgebieten entlang des Flusses Secchia, was eine kulturschaffende Weinlandschaft ergibt. Der perlende rote Naturwein ist wahrhaft trocken und wird durch natürliche Flaschengärung auf der Hefe hergestellt, wobei die Hefe in der Flasche belassen wird. Der Wein ist Rimosso (entfernt), aber hier auf dem Hefetrüb.

    Verkostung des Rimosso

    Auf den ersten Blick erinnert mich der Rimosso eher an eine Schorle als an einen Schaumwein, mit großen Bläschen und einer rötlichen, halbdurchsichtigen Farbe. Der Geruch erinnerte mich an eine Johannisbeerschorle und geschmacklich war er vom Grundgeschmack gar nicht so weit entfernt. Johannisbeere und Hefe mit viel Säure und einer gewissen Leichtigkeit, wie man sie aus dem Leben der Italiener kennt. Der Schaumwein ist süffig und das erste Glas leert sich schnell, gefolgt von einem zweiten.

    Meine Meinung zum Rimosso

    Als Schaumwein würde Ich den Rimosso im Mittelfeld einordnen. Für einen Lambrusco ist er mit Sicherheit überragend, zumindest im Vergleich zu dem Produkt mit dem gleichen Namen vom Lieferdienst. Er passt perfekt zum Abend auf der Terrasse oder zu einem italienischen Essen, wie bei uns Pizza und Risotto.

    Das Mittelfeld kommt durch den Preis. Für 16€ kenne ich andere Schaumweine, die ähnliche Eigenschaften haben und mir persönlich einfach noch etwas besser schmecken.

    Fazit

    Der Rimosso ist definitiv eine ganz andere Welt als der Lambrusco vom Lieferdienst und steht für einen Charakter von Schaumwein, den ich bisher nicht gekannt hatte. Leichtigkeit mit Johannisbeere im Geschmack. Am Ende ist der Preis jedoch für meinen persönlichen Geschmack etwas zu hoch.


  • Mein erster Gedanke zu Schaumweinen aus Italien ist Lambrusco. Jedoch ist der Gedanke nicht so positiv geprägt. Ich denke an den günstigen Stoff vom italienischen Lieferdienst, welcher eher für Süße und einen schweren Kopf steht als für Genuss.

    Jedoch soll man ja nicht alles über einen Kamm scheren und daher habe ich mal eine kleine Auswahl an italienischen Schaumweinen bestellt im Bereich von 10 – 25 €, um zu schauen, ob hinter dem günstigen Gesöff vom Lieferdienst mehr steckt.

    Die kleine Auswahl besteht aus:

    Name Weingut Jahrgang Preis
    Spumante Extra Dry Pink Cuvée 22 Borgo Molino 2022 9,95
    Spumante Corte delle Rose Prosecco Superiore Borgo Molino 12,90
    Lambrusco di Sorbara frizzante Rimosso Cantina della Volta 2021 16,00
    Lambrusco di Sorbara Spumante Rose Flaschengärung Cantina della Volta 2017 23,50
    Weine

    Vorerst wandern alle Flasche in den Keller. Jedoch wohl nicht allzu lange. Den so ein italienischer Schaumwein passt natürlich gut zu italienischen Essen und das ist immer gern gesehen auf unserem Esstisch.

    P.S. Geschenke sind immer gern sehen und eine Kühlmanschette für Wein hatten wir wirklich noch nicht daheim. Danke @Lobenberg. Liegt jetzt immer auf Eis.

    Weinkühlmaschette
    Weinkühlmaschette

  • Nach über einem halben Jahr des Nachdenkens habe ich den Mut gefasst, wieder zu bloggen. Der Perfektionismus in mir hat das Vorhaben zunächst verzögert, da ich alles perfekt machen wollte.

    Warum wieder?

    Von 2015 bis vor ein paar Jahren habe ich regelmäßig über private Finanzen gebloggt, was mal besser und mal schlechter lief. Ich war jedoch sehr von den Statistiken des Blogs getrieben, was mir nicht guttat, da es nur ein Hobby war. Zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich genug von dem begrenzten Thema und anderen professionelleren Blogs. Doch der Austausch mit anderen Bloggern hat mir gutgetan.

    Ein persönlicher Blog ohne festgelegte Themen

    Der Austausch mit anderen Bloggern und Lesern hat mich motiviert, wieder zu bloggen. Mein Blog wird keine festen Themen oder einen Bereich haben, sondern mein Leben widerspiegeln – die guten und schlechten Zeiten. Ich möchte eine Pause von schnellen Medien wie Instagram, Twitter und WhatsApp-Status einlegen und den Lesern die Möglichkeit geben, bewusst ein paar Zeilen von mir zu lesen.

    Aber auch ohne Leser bin ich glücklich, da der Blog auch eine persönliche Therapie für mich ist. Themen und Gedanken, die wir aufschreiben, sind anders als das Grübeln im Kopf. Dennoch freue ich mich über jeden Kommentar und Leser. SEO und andere Marketing-Tools haben auf meinem Blog keinen Platz. Ich werde gelegentlich KI-Unterstützung nutzen, um Blockaden zu überwinden, aber das war es auch schon.

    Und worum geht es dann?

    Es geht um mich – meine Themen und Gedanken im Leben. Ich werde über Wein, Essen, Gesundheit, Reisen, Persönlichkeitsentwicklung und Technologie schreiben. Es wird kein All-in-One-Blog sein, sondern ich werde nur über Themen schreiben, die mich betreffen.

    Ich möchte mich bei dir bedanken – vielen Dank für deine Zeit und Aufmerksamkeit. Ich freue mich, wenn du mal wieder vorbeischaust.